Kiefergelenksprobleme / Zähneknirschen behandeln in Hannover
- Ursachen Zähneknischen
- Symptome und Folgeschäden
- Ganzheitliche Behandlungsansätze
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Bruxismus?
Zähneknirschen und Zähnepressen – medizinisch als Bruxismus bezeichnet – sind weit verbreitete Phänomene. Schätzungen zufolge ist in Deutschland etwa jeder zehnte bis fünfzehnte Erwachsene davon betroffen, viele, ohne es zu wissen. Denn das Knirschen findet häufig nachts im Schlaf statt und bleibt dem Betroffenen selbst verborgen, bis der Zahnarzt bei einer Routineuntersuchung die typischen Spuren entdeckt: abgeriebener Zahnschmelz, Risse, abgeplatzte Füllungen oder beschädigter Zahnersatz.
Bleibt Bruxismus unbehandelt, weiten sich die Beschwerden oft aus. Der Kiefer arbeitet dann nicht mehr optimal, die Kaumuskulatur ist dauerhaft angespannt. Das kann mit der Zeit den gesamten Körper belasten. Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken, wiederkehrende Kopfschmerzen und Schwindel können Zeichen für eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sein. Dabei handelt es sich um eine Funktionsstörung unter Beteiligung von Kiefergelenk und Kauapparat. Auch ein knackendes Geräusch beim Öffnen und Schließen des Mundes ist ein mögliches Anzeichen.
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Wie behandeln wir Zähneknirschen und CMD in Hannover?
Weil die Ursachen so unterschiedlich sein können, beginnt die Therapie immer mit einer gründlichen Analyse. In manchen Fällen lässt sich das Problem bereits in der ersten Sitzung lösen; etwa durch das Polieren einer störenden Füllung oder eine kleine Korrektur am Zahnersatz.
In der Regel passt der Zahnarzt als ersten Behandlungsschritt eine individuelle Aufbiss-Schiene (Okklusionsschiene) aus transparentem Kunststoff an. Diese wird normalerweise nachts getragen und erfüllt zwei Aufgaben: Sie schützt die Zahnsubstanz vor weiterem Abrieb und gibt der Kaumuskulatur die Möglichkeit, sich zu entspannen und neu auszurichten.
Ist Stress der wesentliche Auslöser für Zähneknirschen, empfehlen wir ergänzend gezielte Entspannungsmaßnahmen – ob progressive Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training, Yoga oder Meditation. Auch Physiotherapie oder Osteopathie können bei anhaltenden Verspannungen und Schmerzen in der Kaumuskulatur unterstützend wirken.
Wichtig: Je früher eine Behandlung beginnt, desto besser sind die Aussichten, Folgeschäden zu begrenzen und die Funktion von Kiefer und Kauapparat dauerhaft wiederherzustellen.

Fünf Tipps, was Sie selbst gegen Zähneknirschen tun können
- Kiefer bewusst wahrnehmen und beobachten: Prüfen Sie mehrmals täglich, ob Ihre Kiefermuskulatur entspannt ist und ob Ober- und Unterkiefer keinen Kontakt haben. Das ist der Normalzustand bei geschlossenem Mund. Farbige Klebepunkte an häufig angesehenen Gegenständen können als Erinnerung dienen.
- Stress aktiv abbauen: Alles, was das persönliche Stressniveau senkt, kann sich möglicherweise positiv auf Bruxismus auswirken – Sport, Hobbys, Spaziergänge, aber auch gezielte Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Meditation.
- Kiefermuskulatur bewusst lockern: Bauen Sie kurze Lockerungsübungen in Ihren Alltag ein – zum Beispiel morgens, mittags und abends. Öffnen und schließen Sie den Mund dabei mehrmals langsam, und bewegen Sie den Unterkiefer anschließend sanft von Seite zu Seite. An angespannten Stellen können Wärme und sanfte Selbstmassagen im Kieferbereich zusätzlich Erleichterung bringen.
- Genussmittel reduzieren: Koffein, Alkohol und Nikotin – besonders am Abend – erhöhen die Körperspannung und fördern das Knirschen.
- Schlafhygiene optimieren: Matratze, Kissen und Schlafposition beeinflussen die Körperhaltung und damit auch die Kieferstellung. Eine entspannte Schlafumgebung kann helfen, nächtliches Knirschen zu reduzieren.



