Neueröffnung am 12. Oktober
Neueröffnung am 12. Oktober
Neueröffnung am 12. Oktober

Ihr Experte für Parodontologie-Behandlungen in Hannover

  • Was ist Parodontitis?
  • Anzeichen und Risiken erkennen
  • Moderne Behandlungsmethoden
Logo Kununu

Was ist eine Parodontitis?

Parodontitis – umgangssprachlich oft als Parodontose bezeichnet – ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats. Auslöser sind Bakterien, die sich bevorzugt an schwer zugänglichen Stellen im Mundraum festsetzen: in den Zahnzwischenräumen, entlang des Zahnfleischrands und in den Bereichen zwischen Zahn und Zahnfleisch. Werden bakterielle Beläge dort nicht regelmäßig entfernt, kann sich zunächst eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entwickeln. Bleibt diese unbehandelt, kann die Entzündung in die Tiefe wandern und den gesamten Zahnhalteapparat – einschließlich des Kieferknochens – schädigen. Besonders tückisch: Der Verlauf ist in der Regel schmerzfrei, sodass die Erkrankung oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium bemerkt wird. Die einmal entstandenen Schäden an Zahnfleisch und Knochen lassen sich nicht rückgängig machen. Deshalb ist frühzeitiges Handeln entscheidend.

Warum ist Parodontitis mehr als ein Problem im Mund?

Parodontitis belastet nicht nur den Zahnhalteapparat, sondern auch den gesamten Organismus. Über den Blutkreislauf können Bakterien in andere Körperbereiche gelangen und das Immunsystem dauerhaft beanspruchen. Medizinische Studien haben einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie Arthritis belegt. In der Schwangerschaft erhöht eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Frühgeburten. Auch die Einstellung des Blutzuckers bei Diabetikern wird durch eine aktive Parodontitis erschwert. Umgekehrt erhöht ein schlecht eingestellter Blutzucker das Risiko für eine Parodontitis.

Welche Anzeichen deuten auf Parodontitis hin?

Da die Erkrankung anfangs meist symptomlos verläuft, lohnt es sich, auf folgende Warnsignale zu achten:

  • Zahnfleisch, das beim Zähneputzen oder auf leichten Druck hin blutet
  • Gerötetes, geschwollenes oder druckempfindliches Zahnfleisch
  • Zurückgehendes Zahnfleisch mit freiliegenden Zahnhälsen
  • Mundgeruch ohne erkennbare Ursache
  • Lockere Zähne

Treten eines oder mehrere dieser Zeichen auf, empfehlen wir, zeitnah einen Zahnarzt-Termin zu vereinbaren.
 

Hinweise auf Parodontitis

Wie lässt sich Parodontitis vorbeugen?

Eine konsequente Mundhygiene ist die wichtigste Schutzmaßnahme. Putzen Sie die Zähne mindestens zweimal täglich und reinigen Sie die Zahnzwischenräume regelmäßig mit Zahnseide oder Zahnzwischenraum-Bürstchen. Zwei Professionelle Zahnreinigungen jährlich ergänzen die häusliche Pflege effektiv. Bei erhöhtem Risiko – etwa durch Nikotinkonsum, Diabetes oder bereits bestehende Zahnfleischerkrankungen – empfehlen wir kürzere Abstände von drei bis vier PZR-Terminen pro Jahr. Eine zuckerarme, ausgewogene Ernährung unterstützt die Mundgesundheit zusätzlich.

Finden Sie eine Erklärung in unserem Fachbegriffs-Lexikon.

Diese Themen könnten Sie ebenfalls interessieren

Wie wird Parodontitis im AllDent AllDent Zahnzentrum Hannover behandelt?

Ziel jeder Parodontitis-Therapie ist es, die Entzündung zum Stillstand zu bringen und ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Die Behandlung orientiert sich an der geltenden PAR-Richtlinie und wird individuell auf das Erkrankungsstadium, den Schweregrad und mögliche Risikofaktoren abgestimmt. Bei einer gründlichen Untersuchung messen wir die Tiefe der Zahnfleischtaschen und prüfen, ob das Zahnfleisch blutet. Dann legen wir den Behandlungsplan fest und stellen einen Antrag auf Kostenübernahme bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

Patientin sitzt im Behandlungsstuhl und lächelt ihre Zahnärztin an, während eine Assistentin mit Maske im Hintergrund steht
Blick über die Schulter der Patientin auf die lächelnde Zahnärztin

Schritt 1: Intensiv-Mundhygiene und Vorbehandlung

Die eigentliche Reinigung der Zahnfleischtaschen kann erst beginnen, wenn alle Beläge und Zahnstein dauerhaft entfernt sind. Aus diesem Grund gehört zur Vorbehandlung mindestens eine Professionelle Zahnreinigung; nach Bedarf auch mehrere. Außerdem müssen alte oder undichte Füllungen, Inlays oder Kronen erneuert werden.

Schritt 2: Reinigung der Zahnfleischtaschen (Kürettage)

Nach der Professionellen Zahnreinigung werden die Zahnfleischtaschen mit speziellen Instrumenten (Küretten und Scalern) gründlich gesäubert. Dieser Behandlungsschritt wird oft Kürettage genannt. Sind Beläge und Bakterien auch dort beseitigt, können sich Zahnfleisch und die umgebenden Strukturen in der Regel etwas erholen. Eine zusätzliche Grundreinigung mit einem Laser bietet einige Vorteile. Das Laserlicht beseitigt Bakterien zu 99 Prozent und schon gleichzeitig das Gewebe. Dadurch wird die Wundheilung begünstigt.

Schritt 3: Weitere Maßnahmen nach Bedarf

Sind Bakterien und Beläge erfolgreich entfernt, erholt sich der Zahnhalteapparat im Normalfall wieder etwas. Wenn allerdings Zahnfleisch und Knochen sehr stark gelitten haben, sind möglicherweise zusätzliche Maßnahmen nötig. Zahnfleisch und / oder Knochen müssten dann aktiv wiederaufgebaut werden.

Schritt 4: Notwendige Nachsorge

Eine erfolgreich behandelte Parodontitis sollte dringend weiterhin vom Zahnarzt begleitet werden. Schließlich gilt es, den einmal erreichten Zustand zu erhalten und einen Rückfall zu vermeiden. Sehr gute Mundpflege zu Hause sind ebenso Pflicht wie regelmäßige Professionelle Zahnreinigungen. Entscheidend sind die Nachsorge-Termine beim Zahnarzt. Wird die jeweils aktuelle Situation von Zähnen und Zahnhalteapparat in regulären Abständen gecheckt, können im Bedarfsfall frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Jetzt Termin buchen

Häufige Fragen

Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen halbjährliche Kontrolluntersuchungen und eine jährliche Zahnsteinentfernung. Zudem alle zwei Jahre einen Kurztest zur Beurteilung der Zahnfleischgesundheit (den sogenannten Parodontalen Screening Index, kurz PSI). Ist die Parodontitis-Therapie vorab genehmigt, werden die entsprechenden Behandlungsleistungen erstattet. Professionelle Zahnreinigungen im Vorfeld sowie eine ergänzende Laser-Therapie werden von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen. Eine private Zahn-Zusatzversicherung kann diese Kosten ganz oder teilweise abdecken.

Da Bakterien die Erkrankung auslösen, ist eine Übertragung – etwa beim Küssen oder über gemeinsam genutztes Besteck – grundsätzlich möglich. Ob es tatsächlich zur Erkrankung kommt, hängt jedoch vom Immunsystem, der Mundhygiene und den Lebensgewohnheiten der betroffenen Person ab. Wir empfehlen Partnern und Familienmitgliedern von Parodontitis-Patienten eine Vorsorgeuntersuchung im AllDent Zahnzentrum Hannover.

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die sich nicht vollständig heilen, aber bei konsequenter Therapie und regelmäßigen Kontrollen gut stabilisieren lässt. Die einmal entstandenen Schäden an Zahnfleisch und Knochen bleiben bestehen. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Standort

Hannover

Raschplatz 6 (Eingang über Fernroder Str. 9)
30161 Hannover

Kontakt

Alle Standorte

Online-Rezeption

Unsere Standorte